In den letzten Wochen überschlugen sich die positiven Meldungen, was Aufschaltungen im Übertragungsstandard DAB+ betreffen. Nun gibt es einen ersten Rückschlag!

Wie gestern bekannt wurde, gibt ein Programmveranstalter, der sich einen Platz im begehrten sogenannten 2. Bundesmux sicherte, vorerst auf: Profi Radio.

Das Funkgezwitscher bekam Gelegenheit mit dem Projektleiter zu sprechen, der diese bittere Entscheidung mit dem schwierigen Werbeumfeld aufgrund der Corona Pandemie begründete. So verschlechterten sich die Voraussetzungen während des 2. Lockdowns erheblich, so Projektleiter Lutz Sonntag gegenüber dem Funkgezwitscher.

Umso trauriger ist dieser Schritt zu bewerten, wenn man erfährt, was die Macher von Profi Radio planten. Das Programm sollte sich an dem britischen Radio Fix Radio orientieren. Die Zielgruppe sollten Handwerker auf den Baustellen aber auch Hobbybastler sein. Man wollte sich als “Kollegen” der Arbeiter präsentieren, so Lutz Sonntag gegenüber dem Funkgezwitscher. Dementsprechend breit war die Musikplanung. Man wollte alle Altersgruppen ansprechen und tüftelte enorm am Musikprogramm, um nicht nur bekannte Titel ins Programm zu nehmen. Spezialsendungen am Abend sollten das moderierte Programm abrunden.

Den im Vorfeld aufgekommenen Spekulationen, man plane ein In-Store Radio für Baumärkte trat Lutz Sonntag entgegen.

Auch wenn die Aufschaltung im Bundesmux 2 Geschichte ist, so schloss Lutz Sonntag nicht aus, irgendwann in der Zukunft vielleicht an anderer Stelle das Projekt zu realisieren ohne aktuell konkrete Planungen zu haben, da die schwere Entscheidung das Projekt Bundesmux 2 erstmal zu beenden aktuell überwiege.

Das Funkgezwitscher wünscht den Machern alles Gute für die Zukunft.

Wie geht es nun weiter? Mit dieser Entwicklung wird im 2. Bundesmux für einen Interessenten wieder ein Platz frei, der vermutlich wieder über die National German Radio verhandelt werden kann. Beim 2. Bundesmux handelt es sich um einen Plattformbetrieb von Antenne Deutschland, welche weitestgehend frei über die Belegung entscheiden kann. Voraussetzung ist für die interessierten Veranstalter unter anderem eine Genehmigung durch die Medienanstalten.