Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat entschieden: Schon bald wird es eine Ausschreibung für DAB+ Programmkapazitäten in NRW geben.

Das teilte die LFM am Freitag mit. Es wird sich dabei um landesweite Kapazitäten handeln. Der Direktor der Landesanstalt Dr. Tobias Schmid dazu:

Wir sind vier Kernzielen verpflichtet – dem Nutzer- und dem Jugendschutz, der Meinungsfreiheit sowie der Stärkung der Medienvielfalt. Mit der Entscheidung zur DAB+-Ausschreibung ist nun ein weiterer wichtiger Schritt für mehr Vielfalt getan. Die Audiolandschaft in NRW wird mit den neuen digitalen Angeboten wesentlich bereichert

Dr. Tobias Schmid, Direktor der LFM

Die Ausschreibung soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Das Thema DAB+ in NRW glich einem ungeraden Weg. Der Vorgänger von Dr. Schmid, Dr. Jürgen Brautmeier zeigte sich nicht als starker Befürworter von DAB+. Außer einem Testbetrieb auf dem Kanal des WDR gingen willige Privatradiounternehmen unter seiner Leitung in Sachen DAB+ leer aus. Dr. Schmid zeigte sich hier deutlich ehrgeiziger und erkannte die Vorteile der Technik. Wegen Zuweisungsschwierigkeiten von Frequenzen kam es aber abermals zu Verzögerungen.