Bayern hat einen, Baden-Württemberg hat einen, Hessen hat einen, Hamburg hat einen, Thüringen bekommt einen,…. . Die Rede ist von einem landesweiten DAB+ Privatradiomux. Und wie sieht es in Mecklenburg-Vorpommern aus?

2017 startete die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV) eine Interessenbekundung für DAB+ Kapazitäten. Seitdem wurde es ruhig um einen DAB+ Privatradiomux in Meck´klenburg-Vorpommern. Grund genug einmal nachzufragen. Auf die Frage inwieweit es aktuell Planungen für einen regionalen DAB+ Mux gibt, verriet dem Funkgezwitscher ein Pressesprecher der MMV:

Interesse für einen landesweiten bzw. regionalisierten Multiplex ist bei den Veranstaltern weiterhin vorhanden, nur die Kosten schrecken ab. Die Medienanstalt M-V arbeitet daher bereits seit einigen Jahren daran, Fördergelder für den Betrieb eines privaten DAB+-Multiplexes zu akquirieren. Aus dem Haushalt der Medienanstalt M-V ist ein solches Vorhaben nicht finanzierbar, da für einen landesweiten Ausbau Kosten von mehreren Millionen Euro pro Jahr entstünden. Der Start eines privaten Multiplexes für M-V hängt also stark von möglichen Förderzusagen ab. Eine Prognose kann daher zum aktuellen Zeitpunkt nicht abgegeben werden.

Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern

Die in Mecklenburg-Vorpommern sendende “Ostseewelle” hat auf seiner Homepage ebenfalls ein Statement zu DAB+ abgegeben. Darin bekundet man ebenfalls das Interesse über diesen modernen Radiostandard senden zu wollen, beklagt aber die hohe Kostenbelastung. Die Privatradioanbieter hätten sich laut der Stellungnahme bemüht auf dem landesweiten Multiplex des NDR unterzukommen, was die öffentliche-Rechtliche Anstalt aber aus Kapazitätsgründen ablehnte.

Dennoch gibt es Perspektiven für Privatradiosender und zwar für die Hansestadt Rostock. Dazu noch einmal der Pressesprecher der MMV:

Ein privater Rundfunkveranstalter hat einen Bedarf für eine DAB+-Übertragungskapazität für das Stadtgebiet Rostock angemeldet. In diesem Zusammenhang ist dort eine Kapazität von der BNetzA gefunden und anschließend vom Medienausschuss festgestellt worden. Derzeit läuft eine Anhörung von allen betroffenen Rundfunkanbietern, das Ergebnis liegt noch nicht abschließend vor.

Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern